Netzschau KW 29 – 30/2013

Netzschau
Das Web wächst stetig weiter, aber es unterliegt auch einem permanenten Wandel. Was 2001 oder gar letzte Woche noch Trend war, ist heute schon wieder kalter Kaffee. Wer hätte sich zum Beispiel denken können, dass es Browser gibt, die den Internet Explorer vom Thron stürzen? Scheinbar etablierte Netzwerke wie MySpace versinken in der Bedeutungslosigkeit – zumindest für die breite Masse. Zum Glück gibt es immer wieder Agenturen, Institute und freischaffende Webworker, die diese Daten erfassen, visualisieren und uns zur Verfügung stellen. Für die Konzeption eigener Projekte kann solch ein Wissen ausschlaggebend für Erfolg und Misserfolg sein. Die aktuelle Netzschau stellt ein paar dieser Ergebnisse vor. Zudem gibt es auch wieder ein paar rechtliche Tipps.

Überblick

Web: Browserverteilung 2013

Vielen wird der “gute, alte” Internet Explorer 6 noch bekannt sein. Vielen Webmastern hat er graue Haar verschafft, aber inzwischen taucht er fast gar nicht mehr in den Besucherstatistiken auf. Zu wissen, mit welchen Browsern die Nutzer surfen, ist dennoch nicht ganz verkehrt. Obwohl sich nahezu alle Browser an die Standards halten und dank Frameworks wie jQuery Web 2.0-Techniken nahezu auf allen Browsern gut laufen, muss dennoch immer ein wenig angepasst werden. Mit den Ergebnissen der Studie lässt sich das ganze recht gut nachvollziehen und kann auch beim Kunden kommuniziert werden.

Social Media: Übersicht der Social Media Dienste

Ja, Facebook ist Social Media. Und nein, Social Media ist nicht Facebook! Also nicht nur :) Neben weiteren bekannten Diesnten wie Google+, Twitter, Instagram und Tumblr gibt es unzählig viele weitere Anbieter. Zum Teil Kopien der großen Vorbilder, zum Teil Nischen-Dienste.

Einen vollständigen Überblick zu erhalten ist nahezu aussichtslos, aber um ein Gesamtverständnis für die Vielfalt zu erhalten und dieses auch seinen Kunden näher zu bringen, hilft das Conversation Prism. Diese Schaugrafik ist einigen sicher schon mal im Netz begegnet und wurde nun auf den neusten Stand gebracht.

Recht: Falscher Einsatz von Mail-Verteilern kann teuer werden.

Wer kennt das nicht – da kommt ein Mail und in der Adresszeile stehen etliche andere Empfänger. Was im privaten Bereich in erster Linie eher lästig ist und das Risiko birgt in eine Liste von Spamern oder Viren zu gelangen, zieht im kommerziellen Bereich ganz andere Kreise. Zum einen werden hier ganz klar gegen den Datenschutz gehandelt und zum anderen besteht auch die Gefahr, dass man so ungewollt Mitbewerbern eine Menge Kontakte zuspielt. Inwiefern diese dann dort auch rechtlich gesehen genutzt werden dürfen steht noch auf einem anderen Blatt.

Laut shobbetreiber-blog hat nun auch ein Gericht darüber geurteilt, dass ein solches Versenden von Mail-Verteilern gegen geltendes Recht verstößt und dadurch auch mit einem Bußgeld belegt werden kann. Wer ein gutes Newsletter-Tool nutzt, dem dürfte das Problem nicht großartig interessieren. Wer aber noch über sein eigenes Mailprogramm auf Basis von Verteilerlisten versendet, der sollte vor dem Abschicken unbedingt noch einmal prüfen, dass die Empfänger alle im BCC-Feld stehen.

Recht: Whitepaper zur SEPA-Regelung

Bereits in der letzten Netzschau war SEPA ein Thema. Um dem ganzen noch einmal Nachdruck zu verleihen, gibt es im folgenden Artikel ein Whitepaper zum Thema. Wer seine Zahlungsvarianten bis zum Februar 2014 nicht angepasst hat, dürfte unter Umständen Probleme bekommen. Gerade bei komplexen Lösungen sollte rechtzeitig angepasst und getestet werden.

Usability: Suchmaschinenoptimierung auf Basis von Personas

Wer seine Webseite nicht nur als digitale Visitenkarte nutzen, sondern darüber auch Kunden bzw. Aufträge generieren möchte, wird sich über kurz oder lang intensiver mit der Webseite, ihren Inhalten und Funktionen beschäftigen müssen. Dabei blind ins blaue zu optimieren muss nicht immer zielführend sein. Entscheidend für die Anpassungen sind die Bedürfnisse der Nutzer. Aber wie lassen sich diese ermitteln und auch “greifbar” machen?

Anhand bestehender Statistiken und Daten aus (Kunden-) Befragungen lassen sich Zielgruppen ableiten. Für neue Geschäftsfelder lassen sich zudem neue Zielgruppen erschließen. Damit wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung getan. Aber leider sind Zielgruppen recht abstrakt. Mit Personas lassen sich Vertreter dieser Zielgruppen ableiten, die ein Gesicht, Lebenslauf und Erfahrungen bekommen. Es entsteht quasi ein “Mensch”, mit dem sich arbeiten lässt und in den sich alle Projektbeteiligten hineinversetzen können.

Wie Personas angelegt und genutzt werden können, wird im folgenden Beitrag am Beispiel der Suchmaschinenoptimierung erklärt.

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